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Lexikon

Vitiligo

Unter Vitiligo versteht man eine chronische, jedoch nicht ansteckende Erkrankung der Haut, die auch als Weißfleckenkrankheit oder Scheckhaut bezeichnet wird. Das typische Merkmal der Erkrankung sind Pigmentstörungen, die sich als pigmentfreie Hautflecken manifestieren. Es kann sein, dass sich diese Hautflecken mit der Zeit ausbreiten. Neue Erkenntnisse sagen aus, dass die Zellen in den betroffenen Hautarealen über einen zu hohen Wasserstoffperoxidgehalt verfügen, der die Melaninbildung verhindert. Dieser hohe Wasserstoffperoxidgehalt kann allerdings jederzeit zurückgehen, was zu einer Repigmentierung führt.

Vitiligo wird in vielen Fällen von einer Autoimmunerkrankung begleitet. Besonders häufig sind Zusammenhänge mit Schilddrüsendefekten und Diabetes mellitus Typ 1. Auch Stress kann einen Vitiligo Ausbruch begünstigen.
Auftreten kann die Krankheit in jedem Alter und sowohl in genetisch vorbelasteten als auch in nicht vorbelasteten Familien. Meistens sind die Unterarme, Hände, Handgelenke, Finger, Ellbogen, Füße und Genitalien von den Hautveränderungen betroffen.

Ansätze in der Behandlung

Bis heute ist Vitiligo nicht heilbar. Das liegt zum Teil am bruchstückhaften Wissen über die Krankheit, aber auch an den relativ harmlosen Symptomen. Weder die Leistungsfähigkeit noch die Lebenserwartung eines Menschen wird durch die Krankheit negativ beeinflusst. Allerdings ist die psychische Belastung für viele Erkrankte ein großes Problem.

In der Vitiligo Behandlung wird versucht die erkrankten Hautstellen wieder zu Repigmentieren. Allerdings verhindert die Repigmentierung nicht, dass die Krankheit erneut, vielleicht an einer anderen Stelle, wieder in Erscheinung tritt.
Eine weitere Möglichkeit in der Vitiligo Behandlung ist eine Transplantation von Haut. Der Erkrankte bekommt eigene, angezüchtete Haut wiedereingepflanzt. Die Ergebnisse sind zufriedenstellend und eignen sich vor allem für den Gesichtsbereich.
Zur Vitiligo Behandlung werden häufig Steroide verwendet, allerdings sind diese Versuche nicht besonders wirkungsvoll. Mittlerweile werden auch Präparate der Calcineurin-Antagonisten Gruppe angewandt, die zusätzlich einen immunsuppressiven Ansatz verfolgen. Wie wirksam diese Art der Vitiligo Behandlung ist, ist noch nicht vollständig geklärt.

Für die Vitiligo Behandlung stehen auch die verschiedensten UV Therapien zur Verfügung. Die Bestrahlungen ziehen sich über mehrere Monate. Falls nach einer dreimonatigen Behandlung keine Erfolge zu verbuchen sind, wird die Therapieform abgesetzt. Zu starke direkte Sonneneinstrahlung sollte man vermeiden, da die hellen Hautareale schnell röten oder die nichterkrankten Areale schneller bräunen und die Haut somit noch unästhetischer aussieht.
Durch Laserbestrahlung oder auch chirurgische Eingriffe können die übrigen Melanozyten zerstört werden. Somit kann ein Farbausgleich der Haut geschaffen werden. Dieser Vorgang eignet sich jedoch nur für Menschen die aufgrund der Krankheit an einer starken psychischen Störung leiden. Diese Art der Vitiligo Behandlung führt jedoch nicht zu einer psychischen Heilung, sondern lediglich zu einer absichtlichen Bleichung der gesunden Areale, welche die primären Symptome der Krankheit fördern kann.